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Samstag 24 Juni 2017

Schuljahr 2012/2013

Projekt: iPad in Heilstättenklassen

Standort Linz

Verfasser: Klaus Prehofer

ipad

(Bildquelle:http://www.apple.com/at/ipad/why-ipad/)

Einsatz am Standort der Landesfrauen- und Kinderklinik Linz

Vorausschickend sei gesagt, dass sowohl die Schülerinnen als auch die Lehrerinnen an der Klinik sehr erfreut über die iPads waren, die sie vom BMUKK und von der edugroup zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Nach einer kurzen Einschulung wurde damit begonnen, es im Unterricht einzusetzen, wobei zu bemerken war, dass die Jugendlichen einen offeneren Zugang zu diesem Medium pflegen. Verwendet wurde es sowohl am Krankenbett als auch in den in der Kinderklinik installierten Klassen der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Beim Unterricht am Krankenbett erwies es sich als großer Vorteil, dass das iPad so handlich ist und dass der Akku eine angenehm hohe Betriebsdauer hat. Bei einem Laptop musste man häufig mit einem Kabelsalat, dem Gewicht und möglicher Überhitzung kämpfen.

Trotz eines freien wlan Zugangs über das Krankenhaus, kam es vereinzelt zu Netzausfällen.

Bis jetzt haben sowohl Schülerinnen als auch Lehrerinnen die iPads sehr pfleglich behandelt. Sie funktionieren nach wie vor und weisen keine äußerlichen Beschädigungen auf.

Sowohl Ärzte des Kinderkrankenhauses als auch das Pflegepersonal wurden schnell auf die „neuen Medien“ aufmerksam und begrüßten deren Einsatz im Unterricht. Sie stehen dem Projekt sehr wohlwollend gegenüber und sind froh, dass man sich Gedanken darüber macht wie man Jugendlichen den Aufenthalt im Krankenhaus erleichtern kann und versucht, diesen Mittel zu geben, damit sie sich unter anderem Wissen beschaffen können und mit ihrer Umwelt auch außerhalb in Verbindung treten können.

Ein Beispiel, das den Einsatz zu rechtfertigen versucht, ist Folgendes:

Ein Jugendlicher im Alter von 11 Jahren, nennen wir ihn Philip, war sozial stark auffällig, da er bis zu seinem Krankenhausaufenthalt bereits viel Gewalterfahrungen gemacht hatte und sichtlich an diesen litt. Er war sehr unruhig und konnte schwer bei einem Thema bleiben, zudem schaffte er es Gruppengefüge massiv zu stören. Auch was seine kognitiven Fähigkeiten betrifft hatte er Schwierigkeiten. Die Bedienung des iPads beherrschte er aber schon nach kurzer Zeit.

Mit dem iPad konnte er sich über längere Zeiträume konzentrieren und kam zur Ruhe. Er begann sich mit der Zeit auch vermehrt der Lehrerin zu öffnen und mit ihr bei der gemeinsamen Arbeit mit dem Tablet in Kontakt zu treten.

Am liebsten arbeitete er mit der „PuppetPals“-App mit der er eine Geschichte kreierte, die nicht mit Aggression behaftet war, sondern in der es darum ging einer Prinzessin zu helfen.

Er schaffte es dadurch einen Schultag besser zu „überstehen“ und voller Stolz spielte er die Filmsequenzen vor, die er erstellt hatte.

Andere Schüler nutzten die Fotofunktion und experimentierten mit verschiedenen Bildbearbeitungseffekten.

Oft waren es auch zufällige Arbeitsergebnisse, die für so manchen kreativen Aha-Effekt sorgten.

Der Lehrkörper der Landesfrauen- und Kinderklinik ist jedenfalls sehr froh, dass das Projekt noch um ein Jahr verlängert wurde.


Einige beliebte Apps


Edu-Puzzle

Was die Puzzles betrifft, so sind sie ein Schritt in die richtige Richtung. Man kann mit ihnen Unterrichtssequenzen planen und sie fachspezifisch einsetzen. Jugendliche, die das erste Mal mit den Puzzles arbeiten, tun das mit großem Eifer.

PuppetPals

Einige Schüler versuchten sich am Geschichten erfinden und brachten ganz passable Ergebnisse zustande.

Garageband

Wurde sowohl im Musikunterricht eingesetzt als auch zur Förderung der Kreativität der Schüler.

Google – Earth

„Der Spion, der aus dem Krankenhaus und nicht aus der Kälte kam!“ Schüler orientierten sich anhand dieses Programms und zeigten den Lehrerinnen, wo sie sich zur Zeit befinden oder wo sie wohnen. Auch Länder wurden erforscht und Hauptstädte näher betrachtet.

Zugang zum Internet

Damit lässt sich schnell und effizient arbeiten. Informationsbeschaffung, Kommunikation, etc.


MemMatches

Schüler trainierten damit gerne ihr Gedächtnis

Abschließend

Alles in allem ist ein iPad eine sehr positive Ergänzung im Unterricht. Es ist ein zeitgemäßes Instrument unserer Informationsgesellschaft. Man kann sich, sowohl als Schüler als auch als Lehrer, schnell Wissen beschaffen und dieses dann (mit)teilen.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • einfache Handhabung

  • leichte Verständlichkeit

  • Lern- und Motivationsfördernd

  • Lernortunabhängig

  • lange Akkulaufzeit

  • Apps sind zum Großteil selbsterklärend

  • schaffen Ablenkung

  • Instrument der „Jetztzeit“

  • unterstützen den Unterricht (und die Genesung?)

  • kann von Schülern mit unterschiedlichen Wissensständen genutzt werden

  • Unterstützung von individuellem Lernen

  • gute technische Grundausstattung (Kamera, Mikrofon, verbaute Hardware, …)

 

Nachteile

  • wenig Anschlussmöglichkeiten (kein USB, …)

  • Apple-Id

  • Wlan fiel tlw. aus (ist aber auf das Wlan des Hauses zurückzuführen)

  • rechtzeitiges Aufladen

  • aufgrund der Größe könnte es leicht entwendet werden

  • Sicherheit ist Fluch und Segen zugleich, Apps können vom Lehrpersonal nicht installiert oder upgedatet werden