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Samstag 24 Juni 2017

PROJEKT IICC Schuljahr 2014/2015 

Heilstättenschule Linz 

Thema: Musik mit dem iPad und Garageband

iicc2015 031

Standorte:

Landesfrauen- und Kinderklinik Linz

Landesnervenklinik Linz

Beteiligte Lehrkräfte:

Frau Grasser Monika

Frau Samhaber Michaela

Herr Prehofer Klaus

 

Übersicht:

  1. Einleitung

  2. Projektverlauf

    1.1. Schulung 1. Teil

    1.2. Schulung 2. Teil

  3. Einsatzgebiete

    2.1. Unterricht in der Klasse

    2.2. Unterricht am Krankenbett

  4. Beispiele

  5. Anwendungsmöglichkeiten

  6. Fazit und Ausblick

 

  1. Einleitung

    Musik, unser täglicher Begleiter

    Groß war die Freude, als wir bei der Abschlussveranstaltung des vorherigen Projekts erfuhren, dass das Thema für dieses Schuljahr ganz im Zeichen der Musik stehen wird.

    Die Musik ist einer der Bereiche, der einem Menschen von klein auf nicht von der Seite weicht. Musik begleitet jeden Menschen von seinem Anfang bis zum Ende.

    Bereits Mütter singen ihren noch Ungeborenen Lieder vor und beim letzten Gang eines Menschen wird dieser unter anderem durch Musik zu Grabe getragen.

    Musik wird bei allen möglichen Feierlichkeiten gemacht oder gespielt. Oftmals werden die Geräusche der Natur, seien es das Vogelgezwitscher oder der Wind, der sanft durch Bäume streicht oder um Ecken pfeift als Musik empfunden, beziehungsweise als Anlass dafür genommen, die Empfindungen, die man in diesem Moment erlebt hat, in Musik zu verwandeln.

    Ein gutes Beispiel dafür stellen die vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi dar oder Prokofjews Peter und der Wolf.

    Durch das Hören dieser Musik entstehen Bilder im Kopf, man verbindet sowohl Angenehmes als auch Unangenehmes damit.

    Musik beruhigt oder aktiviert, das kennt jeder von sich selbst. Musik gibt es für jede Gefühlslage von Freude bis hin zu Trauer. Solche Stimmungen spiegelten sich in den Werken unserer Schüler wider, was sehr spannend mitzuverfolgen war.

    Wie es zu solchen Erlebnissen kam oder kommen konnte wird im Folgenden nun beschrieben.

    Als kleiner Nachsatz sei noch angemerkt, dass es sicherlich noch viele andere Facetten der Musik gibt, die erwähnenswert wären, aber die Einleitung komplett sprengen würde.

 

  1. Projektverlauf:

    1.1. Schulung 1. Teil:

    Um die Schüler im Umgang mit dem Musikprogramm Garageband kompetent begleiten zu können bedurfte es einer ausführlichen Schulung, da nur sehr wenige Projektteilnehmer bis dato Erfahrungen mit diesem Programm gemacht hatten.

    Uns zur Seite stand dabei Herr Augustyn, der es durch seine offene, kollegiale Art und der Sicherheit im Umgang mit diesem Programm schaffte, uns von Anfang an für dieses Projekt zu begeistern.

    Im ersten Teil der Schulung wurden uns die Grundlagen von Garageband näher gebracht und gezeigt, was solch ein Musikprogramm leisten kann, das im Vergleich zu einem herkömmlichen zeitgemäßen Computer mit viel weniger Speicherplatz auskommen muss.

Die Hauptinhalte dieses ersten Teils waren unter anderem:

- das Vertrautwerden mit dem Programm
- das Kennenlernen der Benutzeroberfläche
- die Einweisung in die Bedienung der verschiedenen Instrumente
- das sinnvolle Zusammenfügen der einzelnen Instrumentenspuren zu einem hörenswerten Ganzen
- das Aufnehmen und Manipulieren der eigenen Stimme
- und der ein oder andere Profitipp
- das Gehörte konnte sofort in die Tat umgesetzt werden
Am Ende der ersten Schulung konnte jeder Teilnehmer stolz oder mit einem Lächeln auf den Lippen sein eigenes Musikstück präsentieren.
 
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1.2. Schulung 2. Teil:

Im zweiten Teil der Schulung ging es dann darum, in einem gemeinschaftlichen Prozess ein Lied zu schreiben und zu komponieren.
Nachdem theoretische Grundzüge geklärt und erklärt wurden, machten sich die Teilnehmer gemeinsam mit Herrn Augustyn an die Arbeit. Um einen Tisch geschart wurde ein Text geschrieben, nachdem man sich auf eine passende Akkordfolge geeinigt hatte.
Bei diesem kreativen Schaffensprozess konnte man am eigenen Leib erfahren, wie man Strophen und den dazu passenden Refrain miteinander kombiniert und worauf man beim Texten besonders achten sollte, denn ein Reim ist nicht gleich ein Reim.
Zum Schluss konnten wir uns über ein eigenes, bundesländerübergreifendes Lied freuen. Dieses wurde natürlich aufgenommen und auf das Musikportal „soundcloud“ gestellt.
 
  1. Einsatzgebiete

    2.1. Unterricht in der Klasse:

    Erfahrungen:

    Die Erfahrungen, die wir beim Einsatz der Musiksoftware in der Klasse gemacht hatten, waren im Großen und Ganzen sehr gut. Manche Schüler waren total begeistert von der Software. Sie brauchten auch nicht besonders viele Erklärungen um mit dem Programm produktiv zu arbeiten, da das Programm sehr übersichtlich aufgebaut ist und man sich deshalb schnell zurecht findet. Zudem sind die Möglichkeiten der Musikbearbeitung sehr groß.

    Es gibt bei Garageband für das iPad „Smart Instruments“, die den Einstieg ins Musizieren sehr vereinfachen. Dabei handelt es sich um Werkzeuge (bspw. für Bass, Gitarre, Drums, …), die die jeweiligen Instrumente vereinfachen und es somit schwerer ist etwas zu spielen, das sich komplett daneben anhört. Der Arbeitsfortschritt wird dadurch ebenfalls enorm beschleunigt.

    Schüler, die schon eine musikalische Vorbildung in den Unterricht mitbrachten schafften ganz harmonische Ergebnisse auch mit den „normalen“ Instrumenten. Dafür brauchten sie auch länger zum Komponieren.Die Palette reichte hier von Klassik über Rock und Pop bis hin zu ganz freien Interpretationen der Musik.

    Die Schüler empfanden das Musikmachen einerseits als total lustig und erfüllend, andererseits fiel vereinzelt jedoch auf, dass Schüler, die kein Vertrauen in die eigene Person hatten oder sehr verschlossen auftraten, ihre musikalischen Produkte gleich wieder gelöscht haben. Sie ließen niemanden an ihrem Schaffensprozess teilhaben.

    Da pro Standort nur ein iPad zur Verfügung steht, arbeitete meistens nur ein Schüler damit, manchmal aber auch zwei. Sehr hilfreich dabei waren auch die Kopfhörer, die beim Musizieren verwendet wurden. Damit konnte der Rest der Klasse nicht abgelenkt werden.

    Möglichkeiten:

    - Auflockerung des Unterrichts

    - Das Gute am Programm ist, dass viel vorgegeben ist und dass sich viel selbst erklärt.

    - Die Qualität der Sounds ist wirklich toll.

    - Ergebnisse hören sich gleich gut an, daher eher wenig Negativergebnisse.

    - Arbeit mit Kopfhörern, der Rest der Klasse wird nicht gestört, Konzentration und Fokus liegen auf dem eigenen Werk, der eigenen Kreativität.

    - …

    Hindernisse:

    - Aufnehmen der eigenen Stimme (Angst davor die eigene Stimme zu hören)- geringer Selbstwert, der dadurch entsteht ist sehr zu beobachten.

  - Aufgenommene Materialien wurden teilweise (un)absichtlich gelöscht, das Löschen ist fast zu einfach.

  - Zu wenig Arbeitsgeräte (iPads)

  - Zeitfaktor: Aufgrund der oft kurzen Aufenthaltsdauer gab es einige unvollendete Werke.

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2.2. Unterricht am Krankenbett:

Garageband wurde am Krankenbett eher wenig eingesetzt. Ein großer Nachteil besteht darin, dass die Schüler dort nur stundenweise unterrichtet werden und es somit kaum möglich war und ist, zu adäquaten Ergebnissen zu kommen, weil dafür zu wenig Zeit zur Verfügung stand. Meistens musste die Einheit beendet werden wenn der Schüler gerade im Arbeiten war.

An unseren Standorten wird Schülern kein iPad ohne Beisein der Lehrkraft überlassen.

Somit war der Output eher spärlich. Ergebnisse waren meistens unfertige Soundfragmente.

An Möglichkeiten eines zielgerichteten Einsatzes wird auf diesen Stationen gearbeitet.

 

3. Beispiele:

Im Folgenden werden 4 Beispiele präsentiert, die besonders erwähnenswert sind, im Zusammenhang mit Musik am iPad.

Beispiel 1:

Ein Schüler, der wegen Schulverweigerung stationär im Krankenhaus war, kam mit Hilfe der „Musik“ wieder vermehrt ins Arbeiten und nicht nur beim Programm Garageband, sondern ebenso vereinzelt in anderen Gegenständen.

Seine Affinität zur Musik war es, die der Anstoß für mehr Motivation war. Das was für uns Lehrer gut war, ist, dass er sich uns gegenüber mehr öffnete. Das ist wahrscheinlich nicht nur der Musik zuzuschreiben,sie spielte in diesem Zusammenhang jedoch eine ganz große Rolle.

Beispiel 2:

Durch das Komponieren von Musik mit den Smart Instruments von Garageband konnte ein weiterer Schüler seine Aufmerksamkeit besser fokussieren. Es ist anzumerken, dass bei ihm unter anderem ADHS diagnostiziert wurde.

Nachdem die ersten Erfolgserlebnisse einsetzten und er mit dem Programm halbwegs vertraut war, bastelte er an seinem eigenen Song. Er setzte sich die Kopfhörer auf und entschwand in die Welt der Musik.ruhig, Er konnte sich für seine Verhältnisse wirklich lange mit dem Programm beschäftigen.

Beispiel 3:

Beim gemeinsamen Singen mit Gitarrenbegleitung wurde mit dem iPad aufgenommen. Die Schüler hatten die Möglichkeit ihren eigenen Gesang, beziehungsweise die eigene Stimme zu hören. Die Kommentare und Reflexionen dazu erwiesen sich als sehr spannend und interessant. Somit wurde auch das genaue Zuhören und das Isolieren von Informationen geübt.

Danach wurde manchmal versucht, das Lied durch Rhythmusinstrumente oder Begleitinstrumente wie dem Bass oder dem Keyboard von Garageband zu verfeinern.

Beispiel 4:

Tanz und Musik. Die Schüler erfanden Tanzschritte zu der von ihnen kreierten Musik. Dabei zeigten sie großen Eifer und hatten viel Spaß dabei. Dabei war zu beobachten, dass einige länger brauchten aus sich herauszugehen und etwas von sich zu zeigen und andere wiederum sofort zur Sache kamen. Auch die sozialen Interaktionen, die sich dabei abspielten waren höchst interessant anzusehen.

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4. Anwendungsmöglichkeiten:

Im Folgenden werden Beispiele angeführt, wie man Garageband in den Unterricht einbinden kann. Manche davon wurden bereits ausprobiert und durchgeführt, andere sind noch in Planung.

    • Klanggeschichten

    • Aufzeichnen von Merkstoff, bzw. Vertonen von Merkstoff

    • Hörspiele aufnehmen und diese über das Aufnahmegerät verändern (Roboter-, Monster-, Telefonstimme, etc.)

    • Vertonen von Gedichten oder Texten

    • Soundtrack zu Film gestalten

    • Werbejingles

    • Lieder, die in der Gruppe gesungen wurden, aufnehmen und nachbearbeiten, d. h. Mit unterschiedlichen Instrumenten unterlegen

    • Nach Vorgabe von Akkorden, ein Lied, bzw. Musikstück gestalten

    • Aufnehmen von Klängen aus der Umgebung und diese weiter bearbeiten (Projekt Wassermusik)

    • Vorgabe von Gefühlen und dazu Sounds bzw. Melodien gestalten, die diese verdeutlichen sollen

 

5. Fazit und Ausblick:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei diesem Projekt um ein sehr gelungenes handelte, das sowohl für die Schüler als auch für die Lehrkräfte sehr motivierend war und bleiben wird. Mit den bisherigen Erfahrungen und denen, die da noch kommen mögen, entsteht auch eine ganz andere Qualität des Unterrichts an Heilstättenschulen. Die Kreativität der Jugendlichen kann besser gefördert werden.

Auch die Rückmeldungen der Ärzte und des Stationspersonals waren mehr als positiv. Manche hätten gerne selbst mitgemacht.

Zur Präsentation der Ergebnisse wurde ein soundcloud – Konto eröffnet. Dabei handelt es sich um eine Plattform auf der man seine Musik der ganzen Welt präsentieren kann.

In der Schule werden unsere heurigen Ergebnisse im Rahmen der Schulabschlussfeier präsentiert werden.

Als wichtige und nützliche Hilfsmittel im Zusammenhang mit Garageband erwiesen sich diverse Konverter, mit denen man die Musikstücke zum Weiterbearbeiten oder Veröffentlichen vom Apple- Format z.B. ins MP3-Format umwandeln kann. (z.B.: m4a to Mp3 Konverter)

Bei Problemen konnte man Herrn Augustyn anschreiben oder auf Portalen wie bspw. Youtube nachforschen.

Toll wäre es, wenn wir es schaffen könnten einen Titelsong für die Homepage, bzw. den Standort zu komponieren.

Die Verknüpfung mit visuellen Medien (bei genügend Zeit): Das heißt, die Musik in Filme oder Filmsequenzen einbinden mit Apps wie iMovie wird in Zukunft verstärkt ins Auge gefasst werden.

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6. Hörbeispiele:

soundcloud: HZS LINZ IICC PAD PROJECT

...to be continued...