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22 Oktober 2017

 

PROJEKT IICC Schuljahr 2015/2016

Heilstättenschule Linz

Thema:

Malen mit dem Ipad

Standorte:

Medcampus IV Linz

Neuromedcampus VII Linz

Beteiligte Lehrkräfte:

Frau Petrovic Sabine

Frau Samhaber Michaela

Herr Prehofer Klaus

Übersicht:

  1. Einleitung

  2. Die Schulung

  3. Apps für die Schule und für Künstler

  4. Werkzeuge, die den künstlerischen Prozess unterstützen

  5. Erfahrungen und Beobachtungen

    4.1. Volksschulklasse

    4.2. Oberstufe

  6. Fazit und Ausblick

  7. Eine kleine Werkschau

 

  1. Einleitung

    iPads und bildende Kunst

    „Geht denn das überhaupt?“, das ist die erste Frage, die einem in diesem Zusammenhang durch den Kopf geht. Vor allem wenn man im Bereich des Designs und von Grafik-Tablets wenig bis gar keine Erfahrungen gesammelt hat.

    Die Antwort darauf lautet, um es gleich vorweg zu nehmen „Ja, und zwar ganz toll und meistens unkompliziert!“ Im Verlaufe dieses Abschlussberichts wird diese Aussage durch Beispiele und Erklärungen untermauert werden.

Wieder einmal geht ein recht tolles und höchst kreatives Projekt dem Ende zu, so möchte man meinen, denn, das was erlernt, umgesetzt und an die Schüler weitergegeben wurde, wird natürlich auch in den kommenden Schuljahren fortgesetzt werden, wie einige andere Projekte, die im Rahmen von IICC-Schulungen bereits angeboten wurden.

Im Folgenden wird zusammengefasst, mit welchen Apps wir gearbeitet haben, wie die Schulung verlief, wie diese Apps eingesetzt wurden, Beispiele anhand von Schülerarbeiten werden präsentiert, mögliche Anwendungsszenarios skizziert.

Zwischensequenz:

Das iPad ist schon fast als ein „eierlegendes Wollmilchschwein“ zu bezeichnen, was die breite Palette an möglichen Anwendungen betrifft. Um etwas philosophisch zu werden muss man sich in diesem Zusammenhang jedoch fragen, ob dieser Segen nicht auch in einen Fluch ausarten kann.

Hier spielt der Faktor Zeit eine nicht unerhebliche Rolle. Nämlich die Zeit, die man mit dem iPad verbringt, und somit die „digitale“ Welt der Bits und Bytes der „analogen“ Welt, in der es nicht nur Null und Eins gibt, vorzieht. Der Umgang mit diesem möglichen Suchtfaktor bedarf einer großen Feinfühligkeit und verlangt ein großes Verantwortungsbewusstsein seitens des Lehrenden, wenn es um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht.

Nichtsdestotrotz ist ein iPad als täglicher Begleiter im Unterricht oder als Ideengeber kaum mehr aus dem Schulalltag wegzudenken, wenn man es bereits im Einsatz hatte.

Doch nun ist es an der Zeit, den Projekterfahrungen der Heilstättenschule Linz Aufmerksamkeit zu schenken.

Be innovative think creative!

 

  1. Die Schulung:

    Die Leiterin des diesjährigen Kurses war Frau Birgit Zauner, eine Pädagogin, die unter anderem am Institut für Medienpädagogik der pädagogischen Hochschule der Diözese Linz tätig ist.

    Durch ihre Liebe zur bildnerischen Kunst und durch ihre Erfahrung konnte sie die Schulungsteilnehmer von Beginn an für das Thema interessieren. Sie gab uns einen guten Überblick über aktuelle Apps zum bildnerischen bzw. grafischen Gestalten. Sie versuchte uns behutsam an das Thema heranzuführen, da einige Kursteilnehmer ziemliche Laien auf diesem Gebiet waren. Sie war gut auf das Thema vorbereitet und konnte uns mit ihren Schritt für Schritt – Anleitungen wertvolle Inputs für unsere Arbeit mit unseren Schülern geben.

    Die Inhalte des Kurses waren unter anderem:

    - das Vertrautwerden mit den Apps

    - das Kennenlernen von Begriffen aus der Grafikbearbeitung (layer, pencils, etc.)

    - die Einweisung in die Bedienung der verschiedenen Apps

    - Möglichkeiten des Einsatzes im Unterricht

    - Vorstellung von Apps, die ein schnelles Ergebnis zur Folge haben

    - anspruchsvolle Apps, die es einem ermöglichen, in die Fußstapfen berühmter Maler zu treten

    - die Vorstellung weiterführender Literatur

    - die Ermöglichung, die Inhalte des Kurses, ständig über padlet abrufen zu können

    - ...

    Am Ende der Schulung hatten die Teilnehmer einen guten Überblick über Apps, die man gut im Unterricht einsetzen kann. Zudem schafften sie es, eigens inspirierte Werke, nicht zu Papier sondern auf den iPad-Screen zu bringen.

    Es bestand zudem die Möglichkeit diese Werke auf der IICC – Plattform gleich zu präsentieren.

    Alles in Allem handelte es sich um eine sehr gelungene Fortbildung mit vielen nützlichen Inputs, die zu einem großen Output führten.

    Die Apps, die in diesem Kurs zur Anwendung kamen werden unter Punkt 2 näher beschrieben.

 

  1. Apps für die Schule und Künstler

    WORDFOTO

    Bei Wordfoto handelt es sich um eine App, die Bilder in Kombination von Wörtern in erstaunliche Kunstwerke verwandelt. Es ist eine App, die sich mehr oder weniger selbst erklärt. Auf der sehr übersichtlichen Oberfläche gibt es eine Kopf- und eine Fußleiste. Die Kopfleiste ist hauptsächlich dazu da, Fotos aufzunehmen, bzw. hochzuladen und zu speichern.

    Die Fußleiste beinhaltet die Werkzeuge mit denen man sein Bild kreativ umgestalten kann. Man kann das Bild zuschneiden, Wörter eingeben und aus verschieden Stilen wählen, bzw. selbst erzeugte Stile anwenden.

    Notizen:

    - Auflockerung des Unterrichts

    - Das Gute am Programm ist, dass viel vorgegeben ist und dass sich viel selbst erklärt.

    - Die Qualität der Auflösung ist in Ordnung, man bekommt halbwegs scharfe Bilder beim Ausdrucken im A4 Format

    - verschiedenste Einsatzmöglichkeiten im Unterricht: D, fächerübergreifend, soziales Lernen, als Impuls für Stundeneinstiege, …

    - wurde von den Schülern gut angenommen

    - auch mit nur einem iPad kann man in einer Klasse bis zu 12 Schüler miteinbeziehen, sofern man die Werke gleich in Schwarz-Weiß ausdruckt und händisch anschließend koloriert…

    - ...

TYPEDRAWING

Auf der Startseite der App findet man am linken Bildschirmrand ein weißes Blatt Papier vor. Durch einen Klick darauf gelangt man zu einer Leinwand. Auf der Leinwand gibt es in der Kopfzeile verschiedene Buttons. Der Button „T“ bringt vorgefertigte Sätze zum Vorschein, wie „Happy Birthday“ oder „I Love you“, hier kann man auch eigene Sätze kreieren. Die Schrift und die Farbe lassen sich ebenso ändern und mehr.

Will man ein neues Kunstwerk beginnen, braucht man nur auf den Plus-Button klicken.

Die Idee ist toll, es ist so, dass man mit Text malen kann.

Einige Möglichkeiten sind, ein eigenes Bild zu malen, oder man fertigt sich eine Schablone an, die man ausmalt, mit Worten natürlich.

Notizen:

- Auch diese App ist selbsterklärend und kurzweilig.

- Man kommt schnell zu einem Ergebnis

- Die Qualität der Auflösung ist in Ordnung, man bekommt halbwegs scharfe Bilder beim Ausdrucken im A4 Format

- verschiedenste Einsatzmöglichkeiten im Unterricht, wie bei wordfoto: D, E (siehe Bild mit Haus), BE, fächerübergreifend, soziales Lernen, als Impuls für Stundeneinstiege, …

- wurde von den Schülern gut angenommen

 

Daily Monster

Bei Daily Monster startet man mit einem Tintenklecks, diesen tippt man an und schon entsteht ein Fleck, wie wenn man auf den Klecks geblasen hätte.

Diesen Fleck kann manmit verschiedenen Accessoires und Körperteilen ausgestalten. Man kann sogar selbst etwas dazu malen.

Sehr zu empfehlen, da anregend und lustig.

Notizen:

  • für zwischendurch

  • oder falls Schüler früher mit ihren Aufgaben fertig sind

  • sehr kurzweilig

  • kann sporadisch eingesetzt werden

  • braucht wenig bis gar keine Erklärungen

  • Kein Monster gleicht dem anderen

 

Comic Book

Wie der Name schon sagt, ermöglicht es einem diese App, Comicseiten mit dazugehörigen Sprechblasen zu gestalten.

Man kann auch aus verschiedenen Stilen wählen oder verschiedenen Seitenvorlagen.

Notizen:

- D-Unterricht:

Bildgeschichte selbst erfinden

Foto-Lovestory

Schreibanlässe

- Collagen

- Arbeitsblätter in Nebengegenständen erstellen

- immer nur ein bis zwei

- sehr motivierend

 

Andy Warhol

Mit dieser App kann man nachvollziehen, wie Andy Warhol damals im Siebdruckverfahren seine Portraits produzierte.

Im Selfiezeitalter ist das eine tolle Alternative. Die App hat eine Schritt für Schritt – Anleitung und man lernt dabei zusätzlich etwas über den Siebdruck, kreatives Lernen sozusagen.

 

Procreate

Procreate ist die umfangreichste App, im Bunde der in der Schulung vorgestellten.

Procreate sollte gemeinsam mit den Schülern erforscht werden. Sie ist nicht mehr so einfach und es braucht Zeit, bis man über die Vielzahl der Werkzeuge und Funktionen halbwegs Bescheid weiß. Hier empfiehlt es sich, in sehr kleinen Schritten vorzugehen. Procreate ist das professionellste Tool dieser Runde. Wozu man bisher immer eine Leinwand, eine Staffelei, diverse Pinsel und etliche Farbtuben brauchte, das übernimmt jetzt das iPad. Angefangen von der Bildgröße, über die Auswahl der ca. 50 verschiedenen Pinsel bis hin zu den Radier- und Wischfunktionen und der Layertechnik, gibt es noch einiges mehr, was dieses Programm zu bieten hat.

Es eröffnet sich einem eine große Palette. Man kann abpausen (Fotos, Bilder aus dem Netz), Man kann sich in der Aquarellmalerei versuchen, Ölgemälde fabrizieren und sich als Grafiker ausprobieren.

Was man dazu verwenden sollte, ist ein iPad-Stift, man kann aber auch mit bloßem Finger arbeiten, ist aber nur für ganz naive Werke zu empfehlen.

Beispiele:

Die folgenden Apps werden durch ihre Ergebnisse präsentiert, nähere Infos dazu findet man im Internet.

Amaziograph

Piccollage

Tool mit dem man ganz einfach Collagen erstellen kann.

Aurasma

Aurasma ist eine App. Die sich der augmented reality bedient. Mit dieser App kann man Bücker, Plakate, Dinge des täglichen Lebens scheinbar zum leben erwecken.

Wie sie funtioniert sieht man sich ambesten unter folgendem Link an:

youtubelink Aurasma

 

  1. Werkzeuge

    Unter Werkzeuge ist eigntlich nur der iPad-Eingabestift gemeint. So einen haben wir für das heurige Projekt zur Verfügung gestellt bekommen.

Dieser Stift ersetzt wie bereits erwähnt den Kugelschreiber, den Bleistift, den Pinsel, etc.

Mit ihm ist ein genaueres Arbeiten am iPad möglich. Man braucht jedoch eine gewisse Übung, damit man Linien ab dem Punkt beispielsweise weiterziehen kann, auf dem man den Stift abgesetzt hat.

Es gibt diese Stifte in allem Preisklassen, vom einfachen Werbegeschenk, bis hin zum drucksensitiven Profigerät.

Für die Schule sind die günstigeren eher zu empfehlen.

 

4. Erfahrungen und Beobachtungen

4.1. Erfahrungen mit dem I-Pad im Volksschulalter:

  • nach wie vor große Motivation

  • ideale Verknüpfung von Lernen und Spielen

  • auch die hartnäckigsten Lernverweigerer lehnen Arbeit mit dem I-Pad kaum ab

  • I-Pad als Belohnung

  • die jüngeren Kinder arbeiten eher in kürzeren Sequenzen damit

  • nur 2 I-Pads am Standort: daher gute Zeiteinteilung notwendig

  • die Kinder arbeiten weniger ergebnisorientiert; vielmehr geht es um ausprobieren, kennenlernen, neugierig machen...

  • Kinder switchen oft zwischen den Programmen

  • sind motiviert durch Arbeiten der älteren Schülerinnen,..."wollen das auch machen..."

  • Kinder, die sich wenig zutrauen, kommen schnell zu schönen Ergebnissen

 

4.2. Erfahrungen mit den I-Pads bei Jugendlichen

  • die Jugendlichen können sich gut vertiefen in den Kunstprogrammen

  • Eigenanspruch ist oft sehr hoch

  • Jugendliche zögern oft lange, bis sie Ergebnisse speichern wollen

  • der Einsatz am Krankenbett „bedside-teaching“ funktioniert tadellos

  • dadurch sehr zeitaufwendig

  • Anzahl der I-Pads (2 Stück für 4 Klassen) erschwert Klassenprojekte

  • als Einzelbeschäftigung zwischendurch aber sehr sinnvoll und willkommen

  • Comic-Programm kann gut fächerübergreifend eingesetzt werden (Beispiel: ein Lernverweigerer schreibt zur Zeit mit Ausdauer an seiner Geschichte, ergänzt sie täglich,.....)

 

5. Fazit und Ausblick:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei diesem Projekt um ein sehr gelungenes handelte, das sowohl für die Schüler als auch für die Lehrkräfte sehr motivierend war und bleiben wird. Mit den bisherigen Erfahrungen und denen, die da noch kommen mögen, entsteht auch eine ganz andere Qualität des Unterrichts an Heilstättenschulen. Die Kreativität der Jugendlichen kann besser gefördert werden.

Auch die Rückmeldungen der Ärzte und des Stationspersonals waren mehr als positiv. Manche hätten gerne selbst mitgemacht.

Zu Schulbeginn ist eine Vernissage im Haus in Planung, bei der die Schülerwerke ausgestellt werden. Ein Teil wird vielleicht sogar im Rahmen der Heilstättenlehrertagung präsentiert.

Ein großes Problem stellt zur Zeit das iPad selbst dar, da es aufgrund der Apps und des damit einhergehenden Speichers zu Problemen kommt. Eine Lösung ist jedoch in Sicht.

Toll wäre es, wenn wir endlich den Wlan – Drucker bekämen um den wir bereits zu Schulbeginn angesucht haben.

Ansonsten erweist sich das Malen mit dem iPad als eine willkommene Abwechslung und wir können zeitweisem dem Lernstress durch kreatives Arbeiten entgegenwirken.

 

6. Eine kleine Werkschau

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...to be continued...